Schnittmustervorstellung: Hepburn Turtleneck Rollkragenpullover

Einen Rollkragenpullover konnte ich mir eigentlich gar nicht an mir vorstellen. Als Angela von My Little Sewing Dreams aber zum Schnittmustertest für das Hepburn Turtleneck aufgerufen hatte, war es für mich eigentlich gleich klar, dass ich gerne die deutsche Übersetzung gegenlesen und nähen möchte. Vorab: Ich nähe wirklich gerne nach den englischen Schnittmustern von Itch to Stitch. Also warum nicht mal einen Rollkragenpullover!

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Genäht habe ich ihn aus einem schönen Baumwolljersey in Größe 20 mit langen Ärmeln, möglich sind auch 3/4-Ärmel und der Schnitt lässt sich nicht nur super fix nähen, sondern trägt sich auch wirklich schön. Änderungen habe ich keine vorgenommen und ich kann die detaillierte Anleitung nur empfehlen.

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Folgende Stoffe könnt ihr für den Schnitt verwenden, welchen ihr in Größe 00-20 (ca. Größe 34-52) nähen könnt: „Leichte bis mittelschwere Jerseystoffe mit hoher Dehnbarkeit (mindestens 100%) in ein oder zwei Richtungen und gutes Rücksprungvermögen. Rippenstrick, Jersey und Strickstoffe sind sehr zu empfehlen.“ [Zitat von der Shophomepage von My Little Sewing Dreams – Hepburn Turtleneck] Also gerade jetzt für den Winter zum Kombinieren unter Cardigans ist der Schnitt perfekt!

Grundsätzlich kann man abschalten und einfach nur Schritt für Schritt nach der Anleitung nähen. Ich empfinde das immer als sehr entspannend. Die Passform ist für mich super. Ich wollte keinen super engen Rollkragenpullover und habe auch keinen solchen bekommen. Körpernah aber nicht nicht zu eng. Ganz im Ernst: Ich bin begeistert und liebe ihn. Da werden auf jeden Fall noch weitere folgen! Hier zeige ich euch mal, wie ich ihn am liebsten trage:

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Hier findet ihr alle vergangenen und folgende Teilnehmerinnen der Blogtour mit Berichten und weiteren Bildern anderer Größen:

Mittwoch, 11. Januar sewSloppy
Donnerstag, 12. Januar ChriBi
Samstag, 14. Januar Tuch und Faden
Sonntag, 15. Januar LaMona
Montag, 16. Januar Epilele Unikat

Und wo könnt ihr das Schnittmuster auf Deutsch mit 20% Rabatt während der Blogtour kaufen? Klick zum Shop: My Little Sewing Dreams

Danke an Angela und Kennis für das Schnittmuster und die Übersetzung!

 

 

 

 

Schnittkonstruktionskurs: Peggy Morgenstern – Einfacher Oberkörpergrundschnitt

Wie es der Zufall so wollte fielen mein Urlaub und ein freier Schnittkonstruktionskurs bei Peggy Morgenstern aufeinander und ich buchte den letzten freien Platz für den Einfachen Oberteilgrundschnitt.

Der Kursraum liegt wirklich schön in einem kleinen Ort nahe Lüneburg (ca. 12 km entfernt). Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich „nur“ den Einfachen Oberteilgrundschnitt gebucht habe, denn als Hobbyschneiderin ist das Tempo wirklich beachtlich gewesen. Es ist ein Kompaktkurs und das Wort sollte man ernst nehmen. Viel Zeit zum Luftholen ist nicht, lange überlegen während des Kurses auch nicht, denn um alles was notwendig ist zu schaffen muss mit vier Leuten auch das Tempo gehalten werden. Spaß gemacht hat es allemal und erst Recht wieder Geometrie anzuwenden und nach den Winkeln im Geodreieck zu suchen 😀

Mein Nesselmodell-Grundschnitt von vorne:

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Mein Nesselmodell-Grundschnitt von hinten:

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Der Einfache Oberteilgrundschnitt ist jetzt kein super toller Schnitt, wo man etwas grandioses mit herstellt, aber er lässt sich vielfältig abwandeln. Darüber hinaus lernt man auch wie man einen Kragen konstruiert und wie Ärmel an die eigenen Armlöcher angepasst werden. Mein Traum einer eigenen Jacke nach meinen Maßen kommt langsam näher. Trotzdem. Die Änderungen, die bei uns allen durchgeführt worden sind wurden von Peggy Morgenstern schon mit einem Blick gesehen. Vieles hätte ich nicht gesehen, geschweige denn wie ich das dann hätte anpassen müssen. Am glücklichsten bin ich, dass ich nun endlich weiß wie ein Ärmel konstruiert wird und wie ich ihn für mich anpassen kann. Denn in die Ärmel der normalen Schnittmuster passe ich einfach nicht. Außerdem finde ich es toll, endlich mal ordentlich vermessen worden zu sein. Dass mein Rücken und meine Schultern eigentlich gleich breit sind wusste ich bis dahin auch nicht 😉 Eine Sache, weswegen die Schnitte bei mir nicht gerne passen.

Auch das Zeichnen der 1:4 Modelle hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Das empfand ich tatsächlich eher wie Mandalamalen, nur mit Sinn und klar mit weniger Entspannung. Im Großen und Ganzen muss ich mal sehen was ich tolles mit meinem leicht unförmigen Schnitt herstelle. Zumindest ist dieses Buch bei mir eingezogen: Band 2 vom Hofenbitzer zum Grundkonstruktionskurs und der ist wirklich gut. Jetzt kann ich vielleicht endlich mal meine Probehose weiter nähen.

Zuhause habe ich dann weitergebastelt an meinen Ideen zum Abwandeln:

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Vom Papier in klein ging es dann zum Abwandeln an den Grundschnitt:

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Und mein neues Vorbild war dieses Kauftop:

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Geändert habe ich an meinem Grundschnitt:

  • Falte vorne eingefügt
  • Hinten Knopfleiste und Knöpfe eingefügt
  • Grundlänge gekürzt
  • Ärmel gekürzt
  • Abnäher verlegt (von Arm in die Seite)
  • Halsausschnitt erweitert
  • Schultern etwas flacher abgesteppt

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Das Endergebnis:

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Und zum guten Schluss an mir:

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Einzig mein Brustabnäher krabbelt mir immer wieder über die Brust. Das kann aber auch gut an dem flutschigen Stoff liegen. Ansonsten bin ich zufrieden:

 

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Der Kurs hat zumindest richtig Spaß gemacht. Tolle Leute, schöne Stimmung, viel gelernt und endlich blicke ich mehr durch die Schnittkonstruktion.

LG Christiane

Itch to Stitch: Vienna Tank / Top

Ich durfte das Vienna Tank* und somit ein Top von Itch to Stitch testen. Vorweg: Ich habe das Schnittmuster dafür kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Dieser Beitrag spiegelt meine persönliche Meinung wider.

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Variante B, ohne Stoffband dafür mit roter Kordel

Das Vienna Tank* von Itch to Stitch könnt ihr in zwei Versionen kaufen. Variante A ist mit Rüschen und außen liegender Vorderblende. Variante B ist etwas schlichter und mit innen liegender Vorderblende. Achtung: Bei Variante A sieht man die linke Seite des Stoffs vorne. Also bitte sicher sein, dass dieseraufgrund der  auch wirklich dafür hergestellt worden ist.

Die Größen des Vienna Tanks* liegen zwischen Größe 00 und 20 (etwa Größe 32/34 bis 50/52). Unterschiedliche Cupgrößen sind nicht enthalten, dafür erspart ihr euch das lästige Umrechnen, denn die Angaben sind sowohl in Inches als auch in Centimetern angegeben. Am besten sowohl die eigenen Maße als auch die des fertigen Kleidungsstücks in den Tabellen miteinander vergleichen.

Vienna Jersey Front (A,16) closed
Variante A (Jersey und leichter Baumwollstoff) mit Rüschen

Das Top ist schnell genäht und bietet viele Variationsmöglichkeiten. Generell soll für beide Varianten ein leichter bis mittlerer Jerseystoff verwendet werden und für das Schleifenband, das Halsband und die Rückenpasse ein leichter bis mittlerer Webstoff. Hier aufgrund der Verarbeitungsweise bitte keine durchsichtigen Stoffe verwenden.

Vienna Jersey front (A,16)

Ich habe genau eine Änderung vorgenommen und die Länge bei den Tops, die ihr hier seht, um ca. 2,5 cm sprich etwa 1 inch verlängert. Dafür habe ich die Lengthen/Shorten Linie im Schnittmuster genommen. Hat wunderbar funktioniert und mir gefällt es so noch etwas besser.

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Einmal Variante A mit offenem Bändchen. Ich muss ja sagen, dass mir die Rüschen an der Variante wirklich gut gefallen und ich es sogar geschlossen etwas lieber mag.

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Variante A mit offenem Band

Ich habe beide Varianten in Größe 16 für mich genäht und darüberhinaus den Schnitt auch in einer reinen Webvariante getestet. Mit einem C-Körbchen sitzt der Schnitt auch mit reiner, eher leichterer Webware wirklich toll. Ich bin schwer begeistert. Endlich ein Schnitt für Webware für meine schönen Stoffe, die leider nur 1,20m lang sind.

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Variante B (aus Webware) im Detail

In meinem Kopf sind bereits viele weitere Varianten für dieses Top. Aber auch die Jerseyvariante finde ich toll. Die Rüschen sind absolut zurückhaltend und unterstützen eher die schliche, leicht sportliche Optik. Bei meiner Blumenbluse aus Webware habe ich das Band gekürzt und stattdessen eine Kordel eingenäht. Meiner Meinung nach gibt das Bluse nochmal etwas zusätzlichen Pepp.

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Variante A Rückseite

Wer also noch einen schönen Sommerschnitt für luftige Tops sucht, dem kann ich das Schnittmuster definitiv empfehlen. Wie immer mit einer ausführlichen Anleitung.

Habt einen luftigen Sommer und viel Spaß beim Variieren.

Bis zum 13. Juni 2016 erhaltet ihr das Vienna Tank* für 8,00 $ statt 10,00 $. Außerdem gibt es 15 % Rabatt zusätzlich, wenn ihr noch ein zweites Schnittmuster in den Warenkorb legt und einkauft.

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Variante B Rückseite

 

* = Affiliatelink

Dessous: BH Rebecca und BH Bella von Sewy

Mittlerweile hat mich auch das Dessous-Fieber gepackt. In den letzten drei oder vier Wochen sind drei BH’s entstanden. Alle nach dem Schnittmuster BH Rebecca insbesondere BH Bella von Sewy.

BH Bella von Sewy

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Der BH Bella von Sewy wird mit Laminat genäht. Laminat ist das dickere Innenfutter welches ihr von den Kauf-BH’s kennt. Den folgenden BH Bella habe ich nur mit Spitze, Powernet (ein elastisches Innenfutter), Laminat und den normalen BH Kurzwaren genäht.

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Das Innenkörbchen kann man auch noch mit einem Futter etwas verschönern, soweit man das Laminat nicht direkt auf der Haut tragen möchte. Der BH Bella ist etwas aufwendiger durch das Laminat, ließ sich aber auch in etwa 8 Stunden nähen (mit Zuschnitt, abpausen etc.). Auch wenn ich ihn nur verschenkt habe, er passt ausgezeichnet. Hier zu sehen in 70 D.

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BH Rebecca von Sewy

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Vor etwa einem Jahr habe ich den BH das erste Mal genäht und nach Korrektur der Größe passt er wirklich gut. Jetzt, kurz vor dem Sommer, kam ich auf die Idee diesen mal wieder zu tragen und was soll ich sagen? Seitdem sind zwei weitere entstanden. Sie sind aus bloßer Spitze und mit Powernett gefüttert einfach so schön luftig und nicht so warm wie Laminat-BH’s und passen einfach super.

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Dafür ist der Aufwand und der Preis der Materialien in einem wirklich guten Verhältnis. Ansonten bestelle ich in Großbritannien oder muss einen recht hohen Preis bezahlen um einen halbwegs passenden BH zu haben. Da ich beides nicht mehr eingesehen habe, habe ich beschlossen wieder selber zu nähen. Meiner Meinung nach eine gute Entscheidung. Zu sehen ist hier eine 80 D.

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Der Sommer kann also kommen 🙂

 

 

Sewy – Spitzenslip Violet elegant und kostenfrei

Für schöne Unterwäsche kann man in den örtlichen Geschäften schon mal einiges an Geld lassen. Da ich noch Zeit und Spitze übrig hatte und lediglich ein Schnittmuster in passender Größe brauchte, kann ich euch jetzt meinen ersten selbstgenähten Schlüppi zeigen.

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Sewy bietet auf der Homepage den Slip Violet kostenlos an – in Größe 34 – 48.

Der Hüftumfang entspricht hier: 88 – 116 cm

Der Taillenumfang entspricht: 63 – 96 cm

Ich war etwas pessimistisch und habe ihn um 1,00 cm überall vergrößert. Die Nahtzugabe zu 0,70 cm ist übrigens im Schnitt enthalten.

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Leider musste ich nach Anleitung stückeln, weil die Spitze nicht breit und lang genug war. Das war zwar arg fummelig, hat aber bestens geklappt. Mein ursprünglicher Plan nur eine Farbe zu verwenden ging damit nicht auf, dafür finde ich mein neues Design auch viiiiel schöner. Und er trägt sich toll. Man merkt ihn fast gar nichts. Also wirklich ein kleiner Traum in großer Größe 🙂 Und ja, auch große Größen können günstig sein.

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Materialkosten: ca. 8 EUR plus kostenloses Schnittmuster + etwas Papier und Nähgarn und vorhandenes Gummiband

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Zeitaufwand: Aufgrund der zickigen Stoffe und dem Stückeln etwa 2h. Das saubere Stecken hat hier am meisten Zeit verbraucht.

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Insgesamt geht er fast bis zu Taille und ist etwas hoch. Nochmal nähe ich ihn aber definitiv!

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Testnähen: Itch to Stitch – Lisbon Cardigan

Den Schnitt Lisbon Cardigan habe ich kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen. Diese Meinung hier ist jedoch meine persönliche.

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Das erste Mal in meinem Leben habe ich mich als Testerin beworben um einen Schnitt vor dem eigentlichen Erscheinen zu nähen. Ich wurde tatsächlich ausgewählt und muss sagen: Es war mir eine wirkliche Freude für Kennis, die das kleine Label Itch to Stitch betreibt, den Lisbon Cardigan zu testen.

Ich habe für mich herausgefunden, dass man während des Nähens auf ganz andere Feinheiten achtet wenn man Testerin ist. Alles in allem war es eine super tolle Testgruppe und ich habe noch einige Kniffe und Tricks gelernt, die ich davor noch nicht kannte. Wenn hier eine von euch aus der Gruppe Deutsch versteht: Danke für die tolle Testwoche! (Thanks for the testing week! It was lots of fun with you ladies :))

Zum Lisbon Cardigan:

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Der Lisbon Cardigan ist ein typischer Cardigan den jeder mal benötigt. Sei es zur Kombination, mal schnell zum Überwerfen im Sommer oder als Kuscheljacke für die Couch. Er ist ein wirklich schöner Basicschnitt, mit dem man nichts falsch macht.

Die Größe reicht von 00-20. Bei diesem Schnittmuster sind keine Cupgrößen enthalten. Zur Auswahl der Größe nehme ich immer beide Größen: Die des Körpers und auch die des fertigen Kleidungsstückes.

Angenehm ist auch hier, dass sowohl Inches als auch Centimeter angegeben werden. Ihr erspart euch lästiges Umrechnen.

Der Lisbon Cardigan kann in normaler Länger oder in cropped, also gekürzter Länge genäht werden. Die Ärmel sind ebenfalls in lang oder in 3/4 im Schnitt enthalten (ihr könnt sie anhand der Änderungslinien aber beliebig verlängern oder kürzen).

Als Stoff wird leichter Stretchstoff empfohlen mit mindestens 50 % Stretchanteil. Außerdem benötigt ihr sieben Knöpfe für die vordere Leiste, wenn ihr ihn in lang näht und sechs Knöpfe in der gekürzten Variante. Des Weiteren benötigt ihr Bügeleinlage und Garn und los geht es!

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Getestet habe ich den Lisbon Cardigan in Größe 18 mit langen Ärmeln und normaler Länge.

Meine Stoffe waren einerseits ein leichter Viskosejersey (Leo) und ein festerer Baumwolljersey. Passt bei der Kombi auf. Der feste Stoff und der Leo waren eine recht schwierige Kombi, da der eine sich weniger als der andere gedehnt hatte und so gerne Fältchen beim Zusammennähen entstanden.

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Der Aufwand ist absolut in Ordnung. Die Anleitung toll beschrieben und zu jedem Schritt gibt es eine bildliche Darstellung. Da ich die Knopflöcher per Hand eingenäht habe, habe ich leider etwas länger gebraucht mit ca. 5-6 Stunden inklusive 2,5 Stunden Knopflöcher einnähen per Hand.

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Die Passform ist super, auch in größeren Größen. Die Ärmel sind zumindest für mich nicht zu weit und nicht zu eng. Bei den nächsten langen Ärmeln werde ich diese aber um 1“ insbesondere 2,5 cm kürzen. Auf den Schnittmusterteilen sind übrigens wieder die Nahtzugaben vermerkt. So müsst ihr nicht in der Anleitung suchen, wieviel enthalten ist. Ebenso könnt ihr in der .pdf zum Drucken auch nur eure eigene Größe auswählen und erspart euch lästiges Suchen im gedruckten Linienwald.

Wer einen kleinen Eindruck der verschiedenen Ergebnisse sehen möchte: Klicke hier

Für mich eine klare Empfehlung und das Beste ist: Zur Zeit kostet der Lisbon Cardigan nur 8,00 $ statt 10,00 $ und ist über PayPal sowie Kreditkarte erwerbbar. Außerdem bekommt ihr bis zum 09. Mai 2016 15% Rabatt beim Kauf zweier Anleitungen oder mehr. Ich bin wirklich gespannt, wie der Schnitt ankommt und freue mich auf eure Kommentare.

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Test des Cardigan-Schnitts McCall’s 7199

Ich durfte bei der Hobbyschneiderin 24 den Schnitt 7199 von McCall’s zur Probe nähen. Den Beitrag findet ihr hier: Vorgestellt und nachgenäht – McCall’s Herbstkollektion 2015.

Entschieden habe ich mich für die Variante D. Genäht wurde die Größe 22. Im Internet habe ich einige Berichte gelesen, dass lieber eine Nummer kleiner genommen worden ist, das habe ich mal lieber nicht gemacht. Es sollte ja ein Test sein und ich teste ja, ob mir der Schnitt anhand der vorgegebenen Größe auch wirklich passt. Kurzum: Es war die richtige Entscheidung.

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Verwendet habe ich nach einigem Überlegen einen Fuchsia-pinken-Baumwolljersey und einen hellgrauen Crinklejersey. Den Rücken habe ich einfarbig genäht, da ich die zwei Farben hinten zwecks Verbreiterung meiner Rückansicht nicht vorteilhaft fand (und außerdem war auch der graue Stoff für hinten aus).

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Es ist kein Jerseyschnitt, den man mal eben in zwei/drei Stunden zusammen dängelt. Die Schnittteile sind übersichtlich und wie immer mit vielen Hinweisen ausgestattet. Einzig die Oberarmweite habe ich vermisst, aber erfreulicherweise ist die wirklich komfortabel bemessen. Die Ärmel haben auch den Hinweis, wo man verlängern und kürzen kann. Bei der nächsten Version würde ich meine Ärmel etwas kürzer nähen. Die sind doch arg lang.

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Aufpassen muss man bei der Auswahl der Stoffe. Vorne liegen vier Lagen aufeinander. Nimmt man wie angegeben Sweat, wird das wirklich dick. Kann ich so leider nicht empfehlen. Außerdem habe ich die Version D mal probeweise zur Version A gesteckt (sind alles die selben Schnittteile) und fand das für meine Größe etwas knapp bemessen.

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Die beiden Taschen sind ja ganz süß, aber so richtig erschließen sie sich mir auch nicht. (Ja, im Bild unten sind meine Hände in den Taschen 😉 )

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Problematisch ist die Ausschnitt- und Schulterpartie. Man näht an zuvor gesicherten Punkten (mit einigen Stichen) im Stoff (also bitte unbedingt alle kleinen Punkte übertragen!) und fügt diese dann zusammen.  Begriffen, was gemeint war, hatte ich erst beim Beleg und noch einmal alles aufgetrennt. Also lieber etwas weiterlesen, aber ich wollte wirklich mal für Anfänger testen. Ein weiteres Manko sehe ich in der Innenversäuberung. Ich arbeite meist ohne Overlock und nie wurde das Wort Versäuberung erwähnt.  Fand ich etwas schade. Außerdem muss man sich darauf einstellen, dass der sehr lange Beleg in einem Stück angenäht werden muss – per Hand – zumindest an Schulter und Kragen und weiter unten entweder mit Blindstich oder per Hand. (Bei mir durfte im nicht sichtbaren Bereich die Nähmaschine mit ZickZack dran.) Und der Beleg ist wirklich lang. Bei einem Schnittteil hatte ich etwas Pech, das war leider blasser abgedruckt als die anderen, aber gut, sowas habe ich sonst eigentlich nie gehabt.

Mit der Optik bin ich schlussendlich aber wirklich zufrieden. Der Cardigan ist lang, hält warm und bietet wirklich viele schöne Kombinationsmöglichkeiten. Beachtet die 1,50m Breite, denn gerade bei den großen Größen braucht man viel Stoff für den angeschnittenen Kragen. Ansonsten kann ich zwecks Größe nur sagen: Geht bitte nach der Tabelle, ansonsten wird Version A aufgrund der vielen Stofflagen recht wurstpellig und wundert euch nicht, dass Version D nicht innerhalb der Anleitung auftaucht. Da wurde leider ein Hinweis vergessen.  Fand ich etwas unvollständig, da ich im Kopf den Beleg zwecks Farbe immer wieder dem richtigen Schritt zuordnen musste und dann wieder nach vorne geblättert habe zur Anleitung.

Leider war das Licht nicht gut und ihr seht die hübschen Teilungslinien hinten nicht. Aber ich versichere: Die Optik ist toll. (Vielleicht kann man da noch was mit Paspeln machen?)

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Das Testen hat mir viel Spaß gemacht und bedanke mich ganz herzlich dafür bei der Hobbyschneiderin 24 und der Cremer KG für das schnelle Zusenden.